Wissen vermehrt sich wenn man es teilt

Laut dem aktuellen Gallup Employer Engagement Index 2011 haben unter je 100 Beschäftigten eines Unternehmens lediglich 14 eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Die anderen 86 Personen machen entweder Dienst nach Vorschrift oder boykottieren aktiv das Unternehmen, in dem sie tätig sind. Das bedeutet nach unserer Interpretation, dass die Mehrheit ihren Arbeitgeber nicht weiterempfehlen würde. Fatal, denn Kunden vertrauen heute am meisten auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Und wenn diese jeden Abend über ihren Arbeitgeber meckern, dann könnte es passieren, dass auch potentielle Kunden abgeschreckt werden. Da kann jedes Bemühen im Empfehlungsmarketing kaum helfen, denn die negative Mund-zu-Mund-Propaganda findet woanders ihren Weg zum Kunden.

Daher ist der Aufbau eines professionellen Empfehlungsmarketings notwendig, die alle Bereiche, und nicht nur Marketing oder Vertrieb, berücksichtigt. Es ist wie eine Perlenkette, die Perle für Perle zusammengesetzt werden muss, bevor sie vollständig ist. Und genau hier fängt die Schwierigkeit an: Abteilungen müssten wirklich zusammenarbeiten und ihr Wissen über Kunden und Projekte teilen, anstatt ihr jeweils eigenes Süppchen zu kochen.

Die neue Währung heißt Kollaboration und das Teilen von Wissen!

Doch wird diese noch längst nicht überall angenommen. In sozialen Netzwerken ist es selbstverständlich zu „posten“ und mitzuteilen, wo man ist und was man gerade macht.

Doch wieso wird dieses Potential nicht im Unternehmen genutzt?

Auf der Mitarbeiterseite besteht die Sorge, etwas preiszugeben, was einem später angekreidet werden könnte, und die Befürchtung, mit der Teilung des eigenen Wissens entbehrlich zu werden. Auf der Unternehmensseite fehlt die Vision des Erfolges und damit auch der Glaube daran, mit der Schwarmintelligenz der eigenen Mitarbeiter effektiver arbeiten zu können.

So vollzieht sich eine Kette, die auf Dauer wirtschaftlich nicht tragbar sein wird. Unternehmen, die kaum von dem vielfältigen Wissen ihrer Mitarbeiter profitieren können, tappen ständig im Dunkeln. Und Wissen ist so wertvoll! Es kann sowohl im Berufsalltag, als auch durch die Mitarbeiterfluktuation endgültig verloren gehen. Das kann richtig Geld kosten, z.B. wenn Mitarbeiter länger nach Informationen suchen müssen als notwendig. Laut Stephan Schillerwein, Head of Research bei der Infocentric Research AG in Baden (CH), verbringen Angestellte durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Arbeitstag mit der Suche nach Informationen. In der Summe macht das pro Mitarbeiter und Jahr drei Monate Suchzeit, die vom Arbeitgeber aktiv gefördert werden.

Je langsamer ein Unternehmen aufgrund von fehlenden Informationen auf Kundenanfragen und -bedürfnissen reagieren kann, desto tiefer muss es in die eigene Tasche greifen. Daher halten wir im Empfehlungsmarketing die Gewinnung der eigenen Mitarbeiter als positiv Empfehlende für den Dreh- und Angelpunkt. Und dazu verhilft Ihnen das von ARLTMARKETING entwickelte Instrument des „Quality Networking Management“ (QNM).

Bei QNM geht es darum, Mitarbeiter als Kooperations- und Netzwerkpartner zu gewinnen. Kunden werden in den meisten Unternehmen, in jeder Abteilung aus einer anderen Perspektive erfasst. Abteilungen arbeiten normalerweise mit unterschiedlichen Programmen und haben somit voneinander getrennte Kundenbilder. Dies ist aus der Perspektive einer ganzheitlichen Arbeitsweise im Unternehmen oft kontraproduktiv. Denn während der Einkauf nur das sieht, was der Kunde bestellt, und die Buchhaltung nur darauf achtet, ob der Kunde bezahlt hat, ist der Vertrieb und besonders der Außendienst komplett außen vor. Mit Hilfe des Quality Networking Managements ist ein Rundum-Blick auf den eigenen Kunden möglich. Informationen fließen nur dann, wenn sie benötigt werden, und können jederzeit aus dem internen Netzwerk abgerufen werden. So kann man sich auch leichter weiterempfehlen lassen.Insbesondere die Zahl der zielgerichteten Empfehlungen zu potentiellen Kunden kann mit Hilfe des QNM erhöht werden.

Und wann lassen Sie sich von Ihren Mitarbeitern weiterempfehlen?

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