Digitale Welt macht uns krank?

Ist es wirklich so schlimm um unser Land bestellt? Täglich sitzen Millionen Menschen vor den Bildschirmen und arbeiten am PC, mit Smartphones oder Tablet PCs. Die digitale Welt hat uns im (Würge-)Griff und soll uns krank machen?! Unter dem Titel „Digitale Demenz“ mahnt der Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm Manfred Spitzer zu mehr eigenständigem Denken. Wer die Denkarbeit dem Smartphone oder die Recherche Google überlässt, soll aktiv gegen die eigene Gehirnleistung arbeiten.

Doch was tun in einer Zeit, in der die digitale Welt so präsent ist?

Morgens um halb zehn in Deutschland hat der Computer die Büroräume auf wohlige 25° erwärmt. Mittags checkt man noch schnell den eigenen Facebook Account mit dem Smartphone und wenn man abends zum Lieblingsitaliener geht bestellt man heute sein Essen per tablet PC. Reden ist nicht mehr in – kommuniziert wird mit den Fingern.

Wie soll man sich in einer solchen Zeit vor der digitalen Welt schützen? Oder ist das überhaupt notwendig? Sind Veränderungen nicht schon immer einen Grund zur Warnung gewesen? Als die ersten Autos kamen gab es sicherlich Bedenken, dass die Maschinen gefährlich seien. Als die ersten Computer kamen, hieß es sicher sie seien für die Augen gefährlich und als die ersten Handys kamen warnte man vor der gefährlichen Strahlung.

Natürlich gibt es Gefahren mit jeder Veränderung. Doch die Evolution verlangt sie. Wir werden die Welt und ihre Entwicklung nicht anhalten können, aber was wir anhalten können ist die ständige Skepsis Neuem gegenüber. Die digitale Medien, das Internet oder Social Media sind täglich präsent und wir sind nun aufgefordert sie in unserem bestehendem Leben vernünftig zu integrieren und die nächsten Generationen zeigen uns wie. Vorsicht ist immer gut, solange diese nicht alles Neue ablehnt.

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